Für Spiele mit Herz & Seele
Weil Gänsehaut die richtige Kulisse braucht
München bewirbt sich für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab dem Jahr 2036
Wir wollen die Spiele zu einem großen Gemeinschaftserlebnis für unsere Stadt machen – zu einem Ereignis, das verbindet statt zu spalten.
Mit den Olympischen und Paralympischen Spielen bringen wir zusammen, was zusammengehört: München und die Welt. Tradition und Innovation. Menschen und ihre Begeisterung für den Sport.
Es sollen Spiele für alle sein. Offen, inklusiv und zukunftsgerichtet.
Jetzt. Und im Jahr 20XX.
Ein Tag im Jahr 20XX
Hör rein, wie sich Olympische und Paralympische Spiele in München anfühlen können.
Darum München
Die Bewerbung, die trägt
Deutschland hat eine realistische Chance, Olympische und Paralympische Spiele wirklich zu bekommen. Und die heißt München. Wenn Deutschland Olympische Spiele gewinnen will, muss es die Bewerbung nominieren, die international die größte Durchsetzungskraft besitzt.
1. Olympisches Erbe & Nachhaltigkeit
München hat das Olympische Erbe von 1972 auf einzigartige Weise bewahrt. Der Olympiapark wird fortwährend genutzt und bildet das Herzstück des kompakten und nachhaltigen Bewerbungskonzepts.
2. Kompetenz & Standort-Power
Aus der Erfahrung von 1972 ist durch zahlreiche internationale Top-Events eine umfassende Kompetenz für Sportgroßereignisse gewachsen. Das Powerhouse München steht für Verlässlichkeit und Organisationsstärke.
3. Weltweite Strahlkraft
Hinzu kommt die weltweite Strahlkraft – mit sportlichem Glanz, mit Gastfreundschaft und bayerischem Lebensgefühl und einer einzigartigen Verbindung von urbanem Leben, Kulturlandschaft und Natur.
4. Historischer Rückhalt vor Ort
München hat als weltweit erste Stadt in der olympischen Geschichte den Rückhalt seiner sportbegeisterten Bürger*innen bei einem Referendum für Olympische Sommerspiele erhalten – mit historischen 66,4 % JA-Stimmen und einer Rekord-Wahlbeteiligung für Referenden von 42 %.
Interaktive Karte für die Sportstätten und Sportarten
Filtern Sie die Karte nach Olympisch oder Paralympischen Venues und Sportarten. Klicken Sie auf die Punkte um mehr über die Sportart oder die Austragungsstätte zu erfahren.
Unser Konzept
Spiele mit Herz und Seele
München bietet als Metropole mit langjähriger Sporttradition, beeindruckender Architektur, weitläufigen Grünflächen und hervorragender Infrastruktur beste Voraussetzungen für nachhaltige und zukunftsweisende Sportgroßereignisse.
Lerne mehr über unser Konzept für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 20XX.
Paralympische Spiele
Das Konzept der Paralympischen Spiele präsentiert den paralympischen Sport mit all seiner Faszination. Es rückt die Sportler*innen und ihre Leistungen noch näher an die Fans und deren Begeisterung.
Die meisten paralympischen Sportarten finden in den Anlagen der olympischen Wettbewerbe statt, um die Gleichstellung und den Inklusionsgedanken zu unterstreichen.
Kurze Wege, große Momente
Für die Spiele 20XX wird der Olympiapark erweitert und öffnet sich einer neuen Generation des Sports. Hier finden junge, urbane Sportarten ein neues Zuhause.
Die meisten anderen Sportstätten befinden sich in der Nähe und sind gut erreichbar. “Best Places” wie der Odeonsplatz, die Schlösser in Nymphenburg und Oberschleißheim oder der Englische Garten werden für Athlet*innen und Besucher*innen aus aller Welt erleuchten.
Das neue Olympische und Paralympische Dorf bildet die zentrale Infrastruktur und bietet barrierefreien Platz für 16.000 Athlet*innen und Betreuer*innen. Es soll nicht nur funktional sein, sondern vor allem ein Gefühl von Heimat vermitteln.
Nachhaltigkeit & Stadtentwicklung
Die Erneuerung eines Versprechens: Nachhaltigkeit wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt als strategisches Thema behandelt und in jedem Aspekt der Planungen berücksichtigt. Ein Konzept, das Menschen näher zusammenbringt, Teilhabe schafft und echten gesellschaftlichen Mehrwert hinterlässt.
Kulturfestival
Zwischen den Sportstätten entstehen autarke Eventinseln, sogenannte „Olympic Hubs“. Verteilt auf ganz München wird den Besucher*innen eine zusätzliche Möglichkeit geboten, olympisches und paralympisches Flair gemeinsam mit Freund*innen in einem besonderen Ambiente zu erleben und zu genießen.
Grundsätze der Bewerbung
Eine Leitlinie des IOC lautet: „Die Spiele sollen sich künftig an die Ausrichterstadt anpassen – nicht der Ausrichter an die Spiele.“ Genau diesem Anspruch fühlen wir uns verpflichtet: Nicht größer, nicht lauter, nicht spektakulärer um jeden Preis, sondern passgenau, verantwortungsvoll und im richtigen Maß für München – und immer im Diskurs mit den Bürger*innen.
Termine
11.-14. Mai 2026
Taekwondo-EM 2026
4. Juni 2026
Einreichung der finalen Konzepte
14. Juni
Radl-Dult des Mobilitätsreferats
Junior*innen-EM im Schwimmen und Synchronschwimmen
Münchner Sportfestival
Überprüfung der Ergebnisse durch die Evaluierungskommission
26. September
Entscheidung durch die außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB
Baden-Baden
Outdoorsportfestival der Landeshauptstadt München
Alle Fragen & Antworten
rund um die Rahmenbedingungen für die Bewerbung Münchens für die Olympischen und Paralympischen Spiele
Was kosten Olympische Spiele? Kann sich München Olympische Spiele in der aktuellen Situation leisten?
Für eine möglichst transparente und nachvollziehbare Beantwortung muss man zwischen verschiedenen Kostenarten unterscheiden:
Bewerbungskosten
Das IOC hat auf die teilweise sehr hohen Bewerbungskosten mit stark verringerten Anforderungen reagiert. Ziel ist eine Reduzierung der Kosten um über 80 Prozent. In früheren Jahren lagen die Kosten für das internationale Bewerbungsverfahren bei 30 bis 40 Millionen Euro. Dem stehen nun erste Erfahrungswerte mit deutlich geringeren Beträgen in der Größenordnung von 5 bis 8 Millionen Euro gegenüber, der DOSB geht von maximal 10 Millionen Euro aus. Im Verhältnis zu den dadurch möglichen Milliarden-Zuschüssen, eine aus unserer Sicht sinnvolle „Investition“.
Der Bund hat hierbei bereits seine Bereitschaft zur Beteiligung gegenüber dem DOSB erklärt. Der Freistaat Bayern hat gegenüber der Landeshauptstadt München ebenfalls eine grundsätzliche Unterstützung angekündigt. Eine weitere Möglichkeit liegt im privaten Sektor: Im Rahmen der Bewerbung um die Olympischen Spiele 2018 ist über die Privatwirtschaft eine Refinanzierung der Kosten gelungen. Von den genannten maximal 10 Millionen Euro würde also voraussichtlich etwa ein Drittel bei der Landeshauptstadt München liegen. Für die bisherige Bewerbungsphase hat München rund 1 Million Euro ausgegeben.
In diesen genannten Bewerbungskosten sind nicht die Kosten eines Bürgerentscheids enthalten (circa 6,7 Millionen Euro). Denn: Referenden fallen in die alleinige Verantwortung einer Kommune. Nimmt man diese Kosten dennoch hinzu, liegen die bisherigen Kosten im Rahmen der nationalen Bewerbung bei rund 8 Millionen Euro.
Kosten nach der Bewerbung für die Vorbereitung und Umsetzung der Spiele
Diese Kosten werden unterteilt in zwei Bereiche: Je nachdem, ob dafür das Organisationskomitee zuständig ist (dies sind die Eventkosten) oder nicht (dies sind die Kosten für Stadtentwicklungsprojekte, also Investitionen in die Infrastruktur).
Event-/Durchführungskosten
Olympische Spiele bis zum Jahr 2020 unterlagen einer enormen Kostensteigerung. Verantwortlich dafür war häufig eine Mischung aus unflexiblen und hohen Anforderungen des IOC sowie dem eigenen Ehrgeiz der Ausrichter. Die Kosten für Tokio 2020 lagen beispielsweise bei knapp 20 Milliarden US-Dollar. Die Olympischen und Paralympischen Spiele von Paris 2024 waren nun die erste Ausgabe, die auf Basis der IOC-Reformen organisiert wurden. Die Gesamtkosten werden hier offiziell mit circa 9 Milliarden Euro angegeben. Davon entfielen etwa 50 Prozent auf die eventbezogenen Durchführungskosten, also etwa 4,5 Milliarden Euro, die jedoch zu 95 Prozent aus dem privaten Sektor finanziert wurden – inklusive 1,23 Milliarden Euro von Seiten des IOC. Die fehlenden 5 Prozent lagen am notwendigen Zuschuss für die Paralympischen Spiele.
Da diese Refinanzierung aus gesicherten und größtenteils kalkulierbaren Quellen erfolgt (vor allem Ticketverkauf, Beitrag des IOC aus den TV-Rechten sowie Gelder von Sponsoren) kann auch für mögliche Spiele in München davon ausgegangen werden, dass diese Kosten ebenfalls weitgehend erwirtschaftet werden können.
Kosten der infrastrukturellen Investitionen
Die Kosten für infrastrukturelle Projekte bilden einen langfristigen Nutzen ab. Sie dienen der Stadtentwicklung in den Bereichen Siedlungsentwicklung, Mobilität, Klima- und Umweltschutz sowie Sport. Die Kosten ergeben sich dabei nicht aus konkreten Forderungen des IOC, sondern stehen grundsätzlich im Ermessen der Ausrichter*innen.
Im aktuell frühen Stadium ist eine lückenlose Darstellung von Kosten zu allen Entwicklungsoptionen in diesen Bereichen kaum möglich, da für große infrastrukturelle Vorhaben immer Machbarkeitsstudien und konkrete Planungen nötig sind. Für bereits bekannte und geplante Projekte liegen jedoch erste Kostenrahmen oder Kostenschätzungen vor.
Hier ist wichtig zu verstehen: Mit dem Zuschlag für Olympia gibt es mehr finanzielle Beteiligung von Bund, Land und aus dem privatem Sektor! Geld, das es sonst nicht für München geben würde.
Durch die Spiele können viele dieser nötigen Projekte im besten Fall bis zu 25 Jahre früher realisiert werden. Gesamtwirtschaftlich gesehen bedeutet das dann sogar geringere Kosten, beispielsweise weil die Stadt durch die Projekte klimafreundlicher wird. Das hat unlängst ein wissenschaftliches Gutachten von MCube / der Technischen Universität München gezeigt.
Auch eine mögliche finanzielle Beteiligung Dritter ist noch nicht berücksichtigt – etwa Investitionen der privaten Bauwirtschaft mit Blick auf die Nutzung und wirtschaftliche Verwertung nach den Olympischen Spielen.
Zum Vergleich: Bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Paris 2024 lag das Budget für die infrastrukturellen Investitionen bei 4,5 Milliarden Euro. Diese Kosten wurden zu 50 Prozent durch den privaten Sektor getragen und waren damit deutlich stärker fremdfinanziert, als dies ohne Olympische Spiele der Fall gewesen wäre.
Wie ist der Zusammenhang zwischen dem Olympischen / Paralympischen Dorf und der geplanten Stadtentwicklung im Münchner Nordosten?
Im Bewerbungskonzept sind Angaben zu einem möglichen Standort für ein Olympisches und Paralympisches Dorf sowie zu Sportstätten gefordert. Der Münchner Nordosten wurde daher angesichts der laufenden Planungen für das „Zukunftsquartier Nordosten“, das ab den 2030er Jahren unabhängig von Olympia realisiert werden soll, hierfür ausgewählt. Konkret wird vorgeschlagen, einen ausgewählten Teilbereich zu entwickeln und diesen direkt nach dem Ende der Olympischen Spiele in ein nutzungsgemischtes und belebtes Quartier für die Münchner Bevölkerung zu überführen. Das Olympische Dorf wäre ein integrierter Bestandteil der langfristigen Stadtplanung und würde die nachhaltige und ausgewogene Entwicklung des neuen Stadtteils unterstützen. Olympische und Paralympische Spiele könnten sogar ein Booster für eine priorisierte Entwicklung sein.
Was die privaten Flächen anbelangt, ist es das erklärte Ziel, mit allen Eigentümer*innen einvernehmliche Regelungen zu treffen – unabhängig von einer Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Das Olympische Dorf könnte aber auch schon mit den Flächen umgesetzt werden, die bereits im städtischen Besitz sind – dies sind etwa 80 Prozent.
Informationen zum Münchner Nordosten finden Sie darüber hinaus auf www.muenchen.de/nordosten.
Führt Olympia zu Verdrängungseffekten und Mietsteigerungen?
Verdrängung ist ein komplexes Phänomen, das durch viele Faktoren beeinflusst wird. Hauptauslöser sind unter anderem Mieterhöhungen, Luxusmodernisierungen oder Eigenbedarfskündigungen. Wechselwirkungen zwischen Stadtentwicklung und Aufwertungs- oder Verdrängungsprozessen bestehen also unabhängig von Olympischen Spielen. Eine Mietsteigerung im Umfeld von früheren Olympischen Spielen wurde zwar vereinzelt wahrgenommen, aber eher räumlich und zeitlich begrenzt. Einen empirischen Beleg, dass olympische Spiele ursächlich für Mieterhöhungen verantwortlich sind, gibt es nicht. Beim Olympischen Dorf im Pariser Norden liegen zum Beispiel keine Hinweise auf Gentrifizierung in der Umgebung durch das Olympische Dorf vor. Dieses Quartier stabilisiert eher die Bevölkerungsstruktur in einem herausfordernden Umfeld. Auch das alte Olympische Dorf in München ist kein Brennpunkt der Gentrifizierung und Verdrängung, sondern ein nachhaltiger Beitrag zum Wohnen geworden. Wenn wir von Olympischen Spielen beispielsweise im Jahr 2040 sprechen, stehen heute natürlich viele Details eines möglichen Olympischen und Paralympischen Dorfes noch nicht fest. Jedoch ist die zentrale Grundlage aller Überlegungen, dass ein sozial durchmischter und konsequent barrierefreier Stadtteil der kurzen Wege entstehen soll – mit sehr unterschiedlichen Wohnungsgrößen, mit Spielplätzen, Kitas, Schulen, Jugendtreffs und einer ausgewogenen Verbindung von Wohnen und Arbeiten.
Weshalb will sich München für Olympia bewerben, ohne die Details möglicher IOC Verträge zu kennen?
Richtig ist: Im Rahmen des aktuell laufenden nationalen Auswahlverfahrens hat etwa der DOSB noch nicht alle Bewertungskriterien festgelegt. Auch im nachfolgenden internationalen Verfahren entstehen verschiedene Erkenntnisse vielfach erst im Austausch mit dem IOC. Dies wird allerdings auch deshalb so gemacht, damit sich Zielsetzungen des IOC und lokale Gegebenheiten aneinander orientieren können. Das ist im Sinne eines optimierten Konzepts und eines kostengünstigeren Bewerbungsverfahrens durchaus sinnvoll – verringert aber in einer frühen Phase der Bewerbung noch die Gewissheiten für Planungsüberlegungen. Sicher ist aber auch: Mit der aktuellen Bewerbung beim DOSB werden noch keinerlei rechtsverbindliche Zusagen gemacht. Zudem hat das IOC im Rahmen der Reformen generell den Umfang der Verträge und die Pflichten der Ausrichterstädte stark reduziert. Es gibt auch nicht mehr die Forderung nach unbeschränkten finanziellen Garantien.
Braucht München überhaupt die zusätzlichen Impulse für die Stadtentwicklung und Wirtschaft, angesichts des bereits vorhandenen dynamischen Wachstums?
München unterliegt nicht zuletzt wegen seiner Attraktivität einem hohen Zuzug und Bevölkerungswachstum – auch unabhängig von öffentlichen Planungen oder Sportgroßereignissen wie die Olympischen und Paralympischen Spiele. Dies erfordert eine zukunftsgerichtete und langfristige Weiterentwicklung der städtischen Infrastruktur, die nur mit gesunden Kommunalfinanzen auf Basis einer starken Wirtschaftsregion bewältigt werden kann.
Durch Olympia können zusätzliche Finanzmittel durch den Freistaat Bayern und den Bund bereitgestellt werden, die die geplante Stadtentwicklung beschleunigen und erweitern können.